Georgsdorfer Mühlenverein E.V

Die Windmühle in Georgsdorf. Typ " Galerieholländer" wurde 1875 erbaut Es handelt sich um einen alten Ziegelbau mit Reeteindeckung. Von der Absicht eine Mühle zu bauen, wird erstmals im Jahre 1858 berichtet. Sie sollte in der Mitte zwischen Alt und Neu Piccardie stehen. Vor dem Amt Neuenhaus gab am 01.03.1866 der Vorsteher und Colonist Jan Jacobs aus Georgsdorf zu Protokoll, daß er in der Nähe der neu zu erbauenden Kirche eine Kornwindmühle anzulegen beabsichtige und dazu um die erforderliche Konzession nachsuchte. Das Amt befürwortete den Antrag. Damit stand der Errichtung einer Mühle nichts mehr im Wege, der Baubeginn zog sich gleichwohl hin. Erst am 18.02.1868 erschienen der Georgsdorfer Vorsteher Jacobs und der Mühlenbauer Conrad Baumann aus Laar vor dem Amt Neuenhaus mit der Bitte, die Konzession an Baumann zu übertragen. Bereits im Jahre 1875 hatten sich nach den Ermittlungen von Jan Smoor zwölf Landwirte in Geoegsdorf zusammegetan, die Möllenburen. In einem amtlichen, für die Kronanwaltschaft Meppen bestimmten Schriftsatz vom 22.06. jenes Jahres ist von 15 Contrahenten des Müllers Baumann die Rede. So entstand eine zweite Windmühle. Sie wurde mit kreisrundem Grundriss massiv aus Ziegelsteinen errichtet. In eine grosse Steinplatte über dem Eingangstor ist das Baujahr eingemeißelt: 1875.

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurde 1983 die Restaurierung der Windmühle eingeleitet. Nachdem das schadhafte Mauerwerk ausgebessert und die Galerie angebracht, dann die reetgedeckte Haube aufgesetzt und die gußeiserne Welle eingezogen war, wurde im Dezember 1985 auch das 2,5 Tonnen schwere Flügelkreuz montiert. Heute präsentiert sich die schmucke Windmühle in Georgsdorf wieder als Wahrzeichen des Ortes.

In Jahre 2015 wurde der alte Deutz-Standmotor E12 restauriert und steht heute in einem mit Reet gedeckten Schuppen neben der Mühle.